Kompressor und andere Kühlmethoden
Einzelne kleine Hersteller und besonders Overcklocker verwenden anstatt herkömmlichen Kühlmethoden auch Kompressorkühlungen. Diese funktionieren ähnlich wie ein Kühlschrank. Ein Kühlmittel wird stark unter Druck gesetzt, und dann beim Ausgleich auf Normaldruck kühlt es stark ab und kühlt so auch seine Umgebung, sprich Prozessor oder andere Geräte. Diese Lösung wird vor allem bei übertakteten Workstations und von Extrem Overcklockern zu Rekord zwecken verwendet, hat aber den Nachteil, auch die Geräuschkulisse eines Kühlschranks zu erzeugen.
Eine Kompressorkühlung ist eine ehr sehr stark übertriebene Kühlmetohde und auch wegen der hohen Anschaffungskosten nicht zu empfehlen. Wer dennoch diese Metohde probieren oder verstehen will sollte sich einfach die Bedienungsanleitung seines Kühlschranks oder der Kühltrue durchlesen.
In der Industrie gibt es noch die Flüssigstickstoffkühlung, die allerdings extrem aufwendig ist. Um flüssig zu sein, muss der Stickstoff auf -196 °C gekühlt werden, was riesige Kühlaggregate erfordert. Wegen der sehr niedrigen Temperatur im Rechner müssen Hauptplatine und andere Objekte wieder von der Rückseite erwärmt werden, damit sie ordnungsgemäß funktionieren. Diese Technik ist nahezu nicht realisierbar, da die Betriebs- und Instandhaltungskosten mehr kosten, als wenn man mehrere einzelne Dualprozessoren nebeneinander betriebe. Allgemein gilt es als nicht sinnvoll, die CPU auf weniger als +10 °C herunterzukühlen, da sonst die Kosten zu hoch werden. Auch haben alle elektronischen Bauteile auch eine Mindestbetriebstemperatur und an zu stark gekühlten Bauteilen könnte sich Kondenswasser niederschlagen, was unbedingt vermieden werden sollte.
Eine weitere Möglichkeit zur Zwangskühlung der CPU bietet das Peltier-Element. Aber auch hier ist die Gefahr der Bildung von Kondenswasser gegeben und darüber hinaus sollte bzw. muss die "warme" Seite auch noch per Kühlkörper und eventuell zusätzlich per Lüfter gekühlt werden.
Auch kann durch den Einsatz von Ölkühlung die Wärme abgeführt werden, im PC-Bereich wird dies allerdings bisher nur im experimentalen Umfeld durchgeführt. Dafür eignet sich schon heute handelsübliches Speiseöl.