Sicherheit und Einbau von Wakü's
Wie Sicher ist eine Wasserkühlung?
Es hört sich natürlich immer gefährlich an wenn man von elektronischen Bauteilen in Verbindung mit Wasser spricht, dem ist aber nicht ganz so. Mir selbst ist es auch schon passiert das ein Schlauch nicht richtig angeschlossen war und bei laufendem PC, Wasser über die gesamte Hardware gelaufen ist. Im ersten Moment als der PC sich selbständig abgeschalten hat und ich das disaster bemerkt habe, war ich mir sicher das nun wohl alle komponenten hin sein mussten dem war aber nicht so. Da man bei Wasserkühlungen Destiliertes Wasser benutzt mit speziellen Wasserzusätzen gegen Korrision und elektrische Leitfähigkeit, sollte der Hardware in solchen ausnahme Zuständen dennoch nichts passieren. Dem war auch so, habe sofort alle stecker gezogen, den rechner mit einen Fön vorsichtig getrocknet, die Feuchtigkeit entfernt und der Rechner lief später wieder genauso stabil wie vorhher. Das ist ähnlich wie bei einem Handy. Wem ist es noch nicht passiert das das Handy in einen Wassereimer oder ähnliches gefallen ist. nach dem trocknen auf der Heizung läuft es meist wieder wie vorher.
Damit dies dennoch nicht passiert sollte man auf jeden fall die Wasserkühlung Fachgerecht und Gewissenhaft einbauen oder einabauen lassen. Auf keinen Fall sollte man auf Korrisionsschutz Wasserzusätze verzichten und möglichst Schläche mit Schraubverbindungen anstatt mit Push-In Steckverbindungen anschliessen, da diese einfach Sicherer sind.
Einbau
Die wichtigste Frage beim Einbau einer Wasserkühlung ist die Platzierung des Radiators. Bei passiv-gekühlten Systemen beantwortet sich die Frage von selbst. Optimal ist eine Platzierung außerhalb des Gehäuses, denn bei integrierter Anbringung wird entweder durch das Wasser erwärmte Luft ins Gehäuse geblasen oder warme Gehäuse-Innenluft zum Kühlen des Kühlwassers verwendet.
Bei der integrierten Montage ist die beste Lösung die Anbringung des Radiators unter oder auf dem Gehäusedeckel. Speziell wenn man nicht nur die CPU, sondern auch die Grafikkarte und evtl. den Northbridge-Chip kühlt, entsteht im Gehäuse nicht mehr allzuviel Wärme; auch die Spannungsregler der Motherboards können bei Bedarf mit Wasserkühlkörpern gekühlt werden. In dieser Position wird jedenfalls die aus dem Gehäuse aufsteigende Warmluft sofort abgesaugt.
Alternativ ist die Anbringung an der Rückwand möglich. Auch hier wird sinnvollerweise kalte Außenluft durch den Radiator nach innen befördert. Meist kann man so aber nur einen Single-Radiator anbringen.
Radiator-Installation in der Gehäusefront
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Radiator-Installation in der Gehäusefront
Geht auch das nicht, so verbleiben als Einbau-Orte Seite, Gehäusefront oder Boden. In diesem Fall wird Außenluft angesaugt und durch den Radiator geblasen. Es empfiehlt sich hier die Anbringung eines Staubfilters, der fertig gekauft oder aus einer Feinstrumpfhose selbst gefertigt werden kann. Hierfür sollte bevorzugt eine Bodenmontage gewählt oder der Lufteinlass von einer Blende verdeckt werden.
Gehäuse und Pumpengröße spielen bei der Anbringung von Pumpe und Ausgleichsbehälter eine wichtige Rolle, und der mögliche Austausch von Teilen der Hardware sollte berücksichtigt werden. Manche Ausgleichsbehälter haben geeignete Halterungen, mit denen man sie auch außen am Gehäuse anbringen kann (z.B. hinten). Vorteile sind hier, dass sie im Gehäuse nicht hinderlich sind und man das Gehäuse zum Befüllen der Wasserkühlung nicht öffnen muss.
Nach dem erfolgreichen Einbau wird das System befüllt und entlüftet. Dazu sollte man destilliertes oder demineralisiertes Wasser mit einem Anti-Algen-Zusatz verwenden. Es wird oft empfohlen, die komplette Wasserkühlung erst einmal außerhalb des Rechners zusammenzubauen, zu füllen und auf Dichtheit zu prüfen. Das hat jedoch nur dann einen Sinn, wenn man sie anschließend einbauen kann, ohne sie wieder auseinander nehmen zu müssen. Sicherheitshalber sollte man beim Entlüften ausreichend Küchentücher bereit halten. Die Netzteilkabel sollten vom Motherboard getrennt werden. Wird die Pumpe vom Netzteil gesteuert, kann man das grüne Kabel mit einem schwarzen Massekabel verbinden. Dafür kann man z.B. eine Büroklammer zuhilfe nehmen, die man gerade biegt und isoliert. Wenn der Rechner stromlos ist, kann auch bei auslaufendem Wasser nichts passieren. Falls Wasser in den Rechner läuft, leistet ein Fön beim Trocknen gute Dienste. In einem Dichtheitstest wird die Wasserkühlung 24 Stunden laufen gelassen. Danach sollte alle Luft aus dem Kühlkreislauf ausgetreten und die Dichtheit nachgewiesen sein.
improvisierter Staubfilter
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improvisierter Staubfilter
Generell empfiehlt sich natürlich, sich vorher ein geeignetes Gehäuse auszusuchen. Bei der Montage innerhalb des Gehäuses gilt: Für Dual- und Triple-Radiatoren sind eigentlich nur Big Tower- oder Servergehäuse geeignet. Für Single-Radiatoren kann es auch ein Midi-Tower sein, am besten einer, der an der Rückseite einen Luftauslass für einen 120mm-Lüfter hat, denn dann kann man an diesen in der Regel direkt den Radiator anschrauben. Befestigt man den Radiator außerhalb des Gehäuses, ist man nicht in der Gehäusewahl eingeschränkt. Er kann dann beispielsweise mithilfe einer entsprechenden Halterung auf dem Gehäuse befestigt werden, durch die Halterung bleibt ein Abstand zwischen Radiator und Gehäuse. So kann man auch einen Triple Radiator mit einem Midi-Tower verwenden.
Möchte man den Radiator unbedingt wenigstens hinten anbringen, das Gehäuse bietet dort aber keinen Platz für die 120mm-Variante, gibt es auch 80mm breite Wärmetauscher (z.B. Heattransformer oder Chillguard).
Es sollte auch klar sein, dass speziell dann, wenn der Radiator vorne, unten oder an der Seite angebracht wird, eine zusätzliche Gehäuseentlüftung (Rückwand oder Deckel) erforderlich sein kann.
Wasserzusatz
Korrosionsschutz mit Hilfe von Wasser-Zusatzmitteln hat in erster Linie den Zweck, die Wasserkühlung vor biologischer Aktivität und deren Folgen sowie vor Korrosion zu schützen. Zusätzlich wird vom Zusatz auch die Schmierung der Pumpe übernommen. Moderne Kühlwasserzusätze erlauben inzwischen die Verwendung gewöhnlichen Leitungswassers im Kühlkreislauf.